Impuls in besonderen Zeiten - Nr. 66

Gaudete in Domino semper – Freut euch im Herrn allezeit (Phil 4,4)

Am vergangenen Sonntag haben wir den. 3. Advent gefeiert. Traditionell heißt der dritte Adventssonntag „Gaudete“, die Namen der anderen Adventssonntage sind nicht sehr gebräuchlich und bekannt. Auch an einigen Adventskränzen ist die Tradition des dritten Adventssonntags erkennbar, durch eine andere Kerzenfarbe.

Freuet euch – so das Thema, quasi der „Slogan“ des dritten Advents. Freude, Hoffnung, Zuversicht, eine gute Zeit….
Sicherlich geht es Ihnen da wie mir: Irgendwie kann oder will die „Freude“ auf das anstehende Fest nicht so ganz einziehen. Sind da doch bei allen Vorbereitungen die ständigen Gespräche und Bedenken im Zusammenhang mit der Pandemie. 3G, 2G, 2G+, Begegnungen vermeiden, Abstand, Maske, Ansammlungen meiden….. Ständig und überall wird man damit konfrontiert – ob man will oder nicht.

Aber wie kann da Vorfreude auf das Fest aufkommen? Manche Tradition, viele Rituale können nicht stattfinden. Sei es der traditionelle Glühwein auf dem vollen Weihnachtsmarkt, das vorweihnachtliche Einkaufen im überfüllten Einkaufszentrum, der übliche Besuch bei guten Freunden, die freudige Begegnung und Umarmung beim privaten Adventskaffee mit netten Menschen….Rituale und Gewohnheiten bereiten uns Freude und einen frohen Blick auf das Fest.

„Freut euch im Herrn allezeit“ heißt es im Philipperbrief. Allezeit! Also auch jetzt, also auch wenn so viele äußeren Umstände Steine in den Weg legen. Es ist eine Aufforderung, eine „Ansage“ sich zu freuen. Sicherlich keine einfache Aufgabe, sich dieser Aussage anzuschließen. Aber es wird sich lohnen, denn Weihnachten findet statt! Weihnachten kann nicht ausfallen, denn der Herr kommt als kleines, verletzliches und zartes Kind zu uns, um uns immer wieder zu zeigen, welche Werte und Zeichen uns wirklich Freude und Zuversicht in das Leben bringen. Nehmen wir uns dieser Aufforderung immer wieder an.

Gaudete! Freuet euch!
Auf Weihnachten!

Der nächste Adventssonntag - der 4. Advent - heißt: „Rorate“. Eng in Verbindung steht damit ein Vers aus dem Buch Jesaja:

„Rorate, caeli desuper, et nubes pluant iustum: aperiatur terra, et germinet salvatorem:“

„Tauet, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor“ (Jes 45,8).

Auch dieser Text spricht von Hoffnung – von einer positiven Einstellung.
So kann es Weihnachten werden!

Habt nette Menschen um euch, einen guten 4. Advent

Florian Rommert